Anheften
Diese herzhafte Kartoffelsuppe nach deutschem Rezept ist genau das Richtige für kühle Tage und wärmt von innen. Die Kombination aus zarten Kartoffeln, frischem Gemüse und herzhaft geräucherter Wurst macht dieses Gericht zu einem echten Wohlfühlklassiker. Mit einem Löffel davon fühlt sich jede Mahlzeit ein bisschen mehr nach Zuhause an.
Als ich dieses Rezept während eines verregneten Oktoberabends das erste Mal gekocht habe, war der Topf innerhalb kürzester Zeit leer. Seitdem gehört diese Suppe zu unseren absoluten Lieblingsgerichten an kalten Tagen.
Zutaten
- Kartoffeln: sorgen für Cremigkeit und machen die Suppe besonders sättigend. Am besten mehligkochende Kartoffeln wählen für eine sämige Textur
- Karotten: bringen leichte Süße und Farbe in die Suppe. Frische Karotten mit knackiger Haut auswählen
- Stangensellerie: gibt einen würzigen Akzent und macht das Aroma vollmundig. Hellgrüne, knackige Stangen sind ideal
- Lauch: sorgt für sanfte, milde Schärfe. Den Lauch gründlich waschen, damit kein Sand in die Suppe gerät
- Zwiebeln: intensivieren das Aroma. Feste Zwiebeln mit glänzender Schale verwenden
- Gemüse- oder Hühnerbrühe: als Grundlage für den Geschmack. Die Brühe sollte klar und nicht zu salzig sein
- Butter: bringt eine angenehme, runde Note. Frische Butter gibt mehr Aroma als Margarine
- Sahne: verleiht der Suppe eine unwiderstehlich cremige Konsistenz. Eine hochwertige Sahne wählen, die frei von Zusätzen ist
- Geräucherte Wurst: gibt dem Gericht Tiefe und einen dezenten Rauchgeschmack. Am besten auf echte, handwerklich hergestellte Wurst vom Metzger setzen
- Lorbeerblätter: sorgen für ein harmonisches Grundaroma. Nur frische oder leicht getrocknete Blätter verwenden
- Salz und Pfeffer: passen die Suppe perfekt an den eigenen Geschmack an. Frisch gemahlener Pfeffer ist aromatischer
- Muskatnuss: gibt eine feine würzige Note dazu. Immer frisch über die Suppe reiben
- Frische Petersilie: sorgt für ein frisches Finish und viel Farbe auf dem Teller. Glatte Petersilie bringt etwas mehr Aroma als krause
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Gemüse vorbereiten:
- Kartoffeln, Karotten, Sellerie und Zwiebeln schälen und in kleine, gleichmäßige Würfel schneiden. Lauch sorgfältig in feine Ringe schneiden und dabei gründlich waschen, damit keine Erde in der Suppe landet
- Aromaten anschwitzen:
- Butter in einem großen Topf bei mittlerer Hitze schmelzen und Zwiebeln, Lauch, Karotten und Sellerie langsam darin anbraten. Das Gemüse mindestens acht Minuten dünsten lassen, bis alles schön weich und leicht goldgelb ist. So entsteht ein hervorragender Geschmack.
- Suppe aufgießen und kochen:
- Kartoffelwürfel und Lorbeerblätter hinzugeben und mit Brühe auffüllen. Alles zum Kochen bringen und dann bei niedriger Hitze 20 bis 25 Minuten köcheln lassen. Die Kartoffeln sollten besonders weich werden, damit sie später gut teilweise püriert werden können.
- Zerkleinern und verfeinern:
- Lorbeerblätter aus der Suppe nehmen. Die Suppe mit einem Stabmixer so pürieren, dass sie einerseits cremig wird, aber immer noch einige Gemüsestücke zurückbleiben. Dadurch bleibt die Textur herhaft und abwechslungsreich.
- Abschmecken und servieren:
- Geräucherte Wurst in Scheiben schneiden und zusammen mit Sahne in die heiße Suppe geben. Mit Salz, Pfeffer und frisch gemahlenem Muskat abschmecken. Alles nochmals erhitzen, ohne dass es kocht. Vor dem Servieren mit gehackter Petersilie bestreuen.
Anheften
Du musst wissen
Ballaststoffreich und dadurch sehr sättigend
Kann sehr gut eingefroren werden
Klassisches Wohlfühlessen in ganz Deutschland
Muskatnuss ist mein persönliches Lieblingsgewürz in dieser Suppe. Sie bringt ein herrlich warmes, rundes Aroma, das auf keinen Fall fehlen darf. In meiner Familie wird die Suppe oft bei geselligen Abenden auf den Tisch gebracht – das gemeinsame Würzen und Garnieren am Tisch macht immer besonders viel Spaß.
Aufbewahrungstipps
Kartoffelsuppe hält sich abgedeckt im Kühlschrank problemlos etwa drei Tage. Lasse sie vor dem Kühlen vollständig abkühlen und fülle sie dann in einen Behälter mit dicht schließendem Deckel um. Beim Erwärmen darauf achten, dass die Suppe nur leicht köchelt, damit die Sahne nicht ausflockt. Einfrieren klappt wunderbar in geeigneten Gefäßen – am besten portionieren und über Nacht sanft im Kühlschrank auftauen lassen.
Zutatenvarianten und Alternativen
Für eine vegetarische Variante kann die Wurst einfach weggelassen und nur Gemüsebrühe verwendet werden. Wer mag, kann auch klein geschnittene Räuchertofu-Stücke oder gebratene Champignons als Einlage nehmen. Anstelle von Lauch lässt sich auch Frühlingszwiebel verwenden. Wer die Suppe lactosefrei zubereiten möchte, greift zu pflanzlicher Sahne.
Anheften
So servierst du Kartoffelsuppe am schönsten
Ein rustikales Bauernbrot oder frisches Baguette passt wunderbar dazu und macht richtig satt. Besonders fein schmeckt geriebener Käse als Topping – etwa ein Stück würziger Emmentaler oder Allgäuer Bergkäse. Oft stelle ich kleine Schalen mit verschiedenen Beilagen wie kleingeschnittene Petersilie, Röstzwiebeln oder knusprig gebratene Speckwürfel auf den Tisch, so kann jeder selbst seine Suppe verfeinern.
Kartoffelsuppe im Wandel der Geschichte
Kaum ein Gericht ist so eng mit der deutschen Alltagsküche verbunden wie die Kartoffelsuppe. Schon vor Jahrhunderten zählte sie zum einfachen, nahrhaften Essen auf dem Land. Auch heute steht sie für Gemütlichkeit und Bodenständigkeit. Jede Region – und fast jede Familie – hat ihre eigene Variante. Was bleibt, ist das wohltuende Gefühl, das sie beim Essen vermittelt.
Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Rezepten
- → Welche Kartoffeln eignen sich am besten für die Suppe?
Vorwiegend festkochende und mehligkochende Kartoffeln sorgen für eine cremige Textur und nehmen das Aroma der Brühe besonders gut auf.
- → Kann man die Suppe vegetarisch zubereiten?
Ja, einfach die Wurst weglassen und Gemüsebrühe statt Fleischbrühe verwenden. Die Suppe bleibt trotzdem herzhaft und sättigend.
- → Wie gelingt die perfekte Konsistenz?
Ein Teil der Suppe wird püriert, der Rest bleibt stückig. So entsteht eine ausgewogene Cremigkeit mit Biss.
- → Womit kann die Suppe serviert werden?
Frisches Bauernbrot oder knusprige Brötchen passen ideal dazu. Auch ein Klecks Creme fraiche rundet das Gericht ab.
- → Kann die Suppe vorbereitet werden?
Sie lässt sich gut im Voraus kochen und schmeckt aufgewärmt oft noch aromatischer. Im Kühlschrank hält sie sich 2-3 Tage.
- → Darf man die Suppe einfrieren?
Ja, Kartoffelsuppe lässt sich prima portionsweise einfrieren und problemlos wieder erwärmen.